Stossende Überraschungen beim Planen einer Kurzreise

Die Idee war spontan und rasch geboren. Warum nicht über Pfingsten nach Hamburg reisen, wo wir doch schon lange mal hinwollten. Der Rahmen war klar, ab Freitag Mittag konnte es losgehen und am Montag sollte es nicht zu spät werden mit der Rückreise.
Der erste Weg führte zum klassischen Online-Reisebüro. Bald war das Wochenende geplant, doch ebenso bald zeigten sich die Schwierigkeiten: gut und günstig geht fast nicht zusammen.
Das Angebot des Reisebüros, allein für Zug/Flug und Hotel, schlug bald mal mit rund 2000 CHF zu Buche. Das müsste doch günstiger gehen. Dachte ich.
Ein gutes Hotel war gerade noch zu finden, selbst zu einem annehmbaren Preis. Doch dann kam das Reise-Dilemma zwischen Preis, Reisezeit und ökologischen Ansprüchen.
Der Zug ist zwar zahlbar, aber die Reise allemal recht lang (ca. 8-9 h). Der Direktflug kann zum Teil (mit LCC/Low Cost Carriers) recht günstig sein, liegt allerdings so in den Randzeiten, dass er nicht recht in unsere Anforderung passt. Dann gäbe es noch Flüge mit einem Zwischenstopp und Flugzeugwechsel, wobei sich die Reisezeit wegen langen Umwegflügen oder langen Zwischenstopps schnell mal verdoppelt oder verdreifacht. Und besonders günstig waren sie auch nicht immer. Abgesehen davon: will ich über Wien, Paris, München oder London reisen, wenn ich doch (nur) nach Hamburg möchte?
Als letzter Versuch wagte ich dann eine Kombination von verschiedenen Flügen und/oder Bahnfahrten. Doch da machte ich die Rechnung ohne den Wirt: der Einfachflug war (mit Ausnahme bei den erwähnten LCC) schnell mal drei- bis sechsmal teurer als das Rückflugticket. So stiess ich dann bald auf die Frage, ob ich ein Rückflugticket kaufen, ab nur ein Flug nutzen kann. Darauf fand ich allerdings im Internet keine richtige Antwort. Während einige Gerichtsurteile klar in die Richtung gingen, dass der Kunde frei ist, nur einen Teil des Tickets zu nutzen (ohne mit Regressforderungen der Fluggesellschaft belästigt zu werden), sagen die AGB der Fluggesellschaften heute genau das Gegenteil. Bei den Flugkunden waren die Erfahrungen und Meinungen eher geteilt (es gab solche die blieben unbehelligt, bei anderen wurden die Rückflüge gesperrt) bis unschlüssig.
Nun war guter Rat teuer, indes stand in der Luft, das Wochenende abzusagen und erst wieder zu planen, wenn die eigenen Rahmenbedingungen besser zum Reiseangebot passen …

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